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von Jutta Japing
Kraftplätze - 1999
An
diesem Abend besuchte ich eine alte Freundin. Sie hatte einige Leute zu
einer Gesprächsrunde eingeladen. Der Abend hatte eigentlich kein
besonderes Thema. Meine Freundin wollte sich einem kleinen Kreis mit
ihrer Arbeit, Menschen zu heilen und zu helfen, einmal vorstellen. Sie
plante eine imaginäre Reise mit der Runde und wollte dann ganz entspannt
über die verschiedenen Erfahrungen in der Meditation der einzelnen
Personen sprechen.
Ich
hatte einen anstrengenden Tag und war zunächst im Zweifel ob auch ich
ihrer Einladung folgen sollte. Ein großes persönliches Interesse hatte
ich auch nicht, mich an diesem Abend zu beteiligen. Aber ich wählte dann
doch zu Gunsten meiner Freundin, letztendlich wollte ich ihr mit
meiner unterstützenden Energie helfen, dass dies ein erfolgreicher
Abend für sie wird.
Schnell
füllte sich der Raum mit Menschen, jeder suchte sich einen Platz. Die
Begrüßung war herzlich und liebevoll.
Als ich
dann so auf meinem Stuhl saß, in einer Runde mit anderen mir noch
fremden Menschen, fing ich doch an mich wohl zu fühlen. Der Raum hatte
eine schöne Energie. Ich versuchte diese Energie zu erfassen, in mir
aufzunehmen, um sie für mich zu bestimmen. In der Mitte des Raums stand
eine Kerze mit ein wenig Dekoration darum. Man spürte dass von der
Kerze eine gewisse harmonische Schwingung ausging. Mir war klar dass
Kerzen feinstoffliche Wesenheiten anziehen - und mein Blick ging in das
warme Licht der Kerzenflamme. Nur für eine Weile.
Dann
musste ich meine Augen abwenden, denn ich spürte dass sie anfingen zu
schmerzen.
Danach
war etwas anders, aber was? Ich hatte das Gefühl es wäre noch etwas in
die Raumatmosphäre hinzugekommen. Etwas was uns zuhört und beobachtet.
Ich
lenkte mich ab und konzentrierte mich nun auf das gesprochene Wort.
Jeder von den Anwesenden stellte sich vor und sprach über seine bisher
gemachten Erfahrungen bei der Meditation, den Entspannungsübungen u.s.w.
Danach konzentrierte sich jeder auf eine
entspannende Atemübung die uns vorgegeben wurde. Wir saßen alle auf
Stühlen. Ich entspannte mich aber doch immer im Lotussitz oder im liegen
deshalb glaubte ich zunächst es in dem Stuhl nicht zu können. Indem ich
diese Situation aber für mich akzeptierte funktionierte es tatsächlich.
Ich entspannte mich tief, ich fürchtete schon einzuschlafen, doch
plötzlich sah ich mich vor meinem geistigen Auge in einem Tal mit grünen
Wiesen und ich konnte meine Aufmerksamkeit auf meine Situation lenken.
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