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Überrascht sah ich mich um, ich wollte mich orientieren. Feststellen wo
ich mich befand. Alles um mich herum sah so grau aus. Der Himmel vor
allem. Ich wollte schon aufhören, dem Film der da gerade begann, zu
folgen. Ungemütlichkeit machte sich breit. Ich dachte ich muss noch
einmal schauen. Vielleicht ist ja mein Blick vernebelt oder meine
Energie blockiert. Energien sollten stets frei fließen, damit man fühlt
und erlebt – in einer anderen Welt oder in einer anderen Realität? Meine
Gedanken hingen fest und ich versuchte noch einmal hinzuschauen. Ich
konzentrierte mich kurz auf meine Atmung, atmete ruhig alles in mir
hinein, dann vollständig wieder aus – ließ Los - und sprengte
tatsächlich damit alle Begrenzungen.
Helles
Licht durchflutete meine vorher eher graue Gedankenwelt. Jetzt konnte
ich mich mit einer fühlbaren Energie des Friedens, der Neugierde und der
Freude auf das Kommende einstimmen. So folgte ich dem Pfad der sich mir
nun öffnete.
Erneut
betrachtete ich mein Umfeld. Weit und breit kein einziges Haus. Berge,
wohin ich auch schaue. Keine Bäume ? Nur niedriges Gewächs. Ein bisschen
Sonne zwischen den Wolken.
Nicht
unbedingt eine beruhigende Atmosphäre. Zumal ich feststellte dass es
kein Sommer mehr war, alles wirkte herbstlich und kühl auf mich. Eine
öde Landschaft dachte ich so bei mir. Und bin ich es überhaupt selbst,
die da schaut, oder bin ich nur der Beobachter?
Und wie
ich mich das fragte, bekam ich als Antwort, „du hast die Wahl“, also
wähle. Ich wählte und trat in mich hinein.
Und nun
spürte ich wie kühl und wie herbstlich wirklich alles war. Ich war nur
leicht bekleidet. Ein eher ländliches Kleid mit einer dünnen Wolljacke
und nicht gerade für das Gebirge geeignete Schuhe hatte ich an. Das
Gebirge ist stets wechselhaft mit seinem Wetter. Das erlebte ich schon
als Kind. Sollte ich vielleicht umkehren? Hatte ich eine Erinnerung an
meine Kindheit und wie komme ich jetzt auf das Gebirge? Das Wetter sah
nicht Vertrauen erweckend aus. Ich ließ wieder los von meinen Fragen,
denn irgendetwas drängte mich nach oben. Ich folgte langsam dem schmalen
Pfad den ich dort fand. Erst langsamer. Es war recht mühselig so zu
laufen und ich versuchte schneller zu gehen. Ich blickte nach oben. Ich
war wohl noch lange nicht am Ziel. Immer höher sollte es gehen. Nach
einiger Zeit sah ich auf meine Hände, ich hatte es im Eifer schnell nach
oben zu kommen gar nicht bemerkt. Ich kletterte bereits mit allen
Vieren.
Es war
windig und wurde immer kälter. Nur meine Bewegung hielt mich noch warm.
Ich kletterte. Nach einer Weile schaute ich wieder auf meine Hände.
Doch
plötzlich veränderte ich mich, meine Hände schrumpften, sie wurden
kleiner– ich wurde Jünger! Umso höher ich kam, desto jünger und kleiner
wurde ich. Auch meine Kleidung veränderte sich. Sie passte sich mir an.
Ich kletterte unaufhörlich. Als ob mich der Gipfel zu sich rief und
mich zog, damit es mir leichter falle, ihn zu erklimmen.
Ich war
ein kleiner Junge mit blonden Haaren geworden, mit Lederhosen, einem
weißen im Wind flatternden Hemd und festen Schuhen. Und ich kletterte.
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