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Da
erschienen mir plötzlich wie aus dem Nichts heraus Gesichter, die ich
kannte. Sie hatten wohl Körper aber die konnte ich weniger gut
erkennen. Das ganze Haus war bewohnt von netten Menschen aus meiner
näheren Umgebung. Sie kamen und schwebten aus den Zimmern heraus,
wirkten heiter und beschäftigt - sahen mich hin und wieder mit einem
lächeln im Gesicht an. Sie begleiteten mich und verschwanden dann
wieder wo anders.
Ich
hatte das Gefühl das sie mich durch das Haus führen oder leiten wollten.
Sie sahen mir in die Augen - sprachen aber nicht.
Sollte
es eine Führung durch meine Seele sein? – dachte ich so bei mir. Ich
versuchte mich weiter zu bewegen und kam an eine Art Weggabelung in Form
von langen Gängen. Sie teilten sich V-förmig und schienen beide
unendlich lang zu sein.
Mein
Gott was ist das für ein Haus, rief ich aus. Ist es überhaupt ein Haus?
Aber irgendetwas drängte mich weiter zu schweben. Meine Wahl viel wie
von Geisterhand geführt und durch meine Gedanken gesteuert auf den
rechten Flur. Dieser hatte auf der linken Seite wieder Türen. Auf der
anderen Seite abgedunkelte Fenster. Zwischen den Türen befand sich
jeweils eine Wandbeleuchtung. Ich öffnete keine dieser Türen und
schwebte vorbei.
Immer wieder kam mir die
Frage in den Sinn, was dies alles zu bedeuten hat und ich bewegte mich
weiter. Dann kamen Treppenstufen die nach unten führten. Beim
Hinuntersteigen der Treppe hatte ich hin und wieder das Gefühl eines
Widerstands an den Füssen. Sollte ich aufhören zu schweben? Alles
deutete darauf hin. Nichts mehr war so verzerrt wie am Anfang.
Dann
folgten wieder Räume.
Andere
Räume – sie veränderten sich, sie wurden kühler und die Ausstattung
karger, in einigen war gar nichts drin, manche waren gefliest, sie
hatten auch keine Türen, aber sie hatten helleres Licht. Jetzt war auch
nichts mehr in gold getönt. Bis auf ein paar Verzerrungen wurde alles
realistischer und ich fühlte weiterhin jeden Schritt den ich machte. Es
kam mir so vor als ob jeder Raum eine andere Geschichte hatte. Aber ich
wollte nicht verweilen. Meine Neugierde trieb mich voran.
Nach
einer Weile bemerkte ich dass jetzt auch niemand mehr mich begleitete.
Es wurde sehr ruhig um mich herum, fast beängstigend. Mein Herz schlug
höher. Aber ich wollte keine Angst bekommen, sondern tapfer das Haus
erkunden.
Ich ging
also weiter.
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