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von Jutta
Japing
SCHOKOLADE -
2005
Eigentlich müsste ich jetzt noch schlafen dachte ich. Es war so in den
frühen Morgenstunden. Mein Körper sowie alles in mir fühlte sich noch
tief entspannt an. Aber da war noch etwas. Vor meinem geistigen Auge.
Zuerst konnte ich es nicht richtig erkennen, dann erhielt ich aber mehr.
Ein kleiner Rahmen, sehr klein, ein Fenster? Und es schaute ein
Vogelkopf mit einem spitzen leicht gebogenen Schnabel hervor.
Ich
fragte ihn, wer bist du?
Er
antwortete kokett, sag du es mir doch. Ich überlegte und überlegte.
Plötzlich fand ich mich in einem Waldstück wieder. Ein ziemlich freier
Platz an einem offenen Waldweg und ein Bach mit klarem Wasser führten
vorbei. Die Sonne schien durch die hohen Bäume und machte alles so
freundlich. Ich dachte so bei mir – ein schöner Platz um sein Zelt
aufzuschlagen oder Picknick zu machen.
Da
weckte mich der Vogel mit seinem Geschrei und rief mir ungeduldig zu,
„du musst es schon selber herausfinden wie mein Name ist“, „ Na sag es
schon“. Er veranstaltete vor meinen Augen ein paar Kunststücke, flog auf
und ab und machte Verrenkungen.
Ibis,
nein, ich schaute ihn mir noch mal an, ein Pfau war er auch nicht, ah
ich hab`s sagte ich zu ihm. Du bist ein „Leiherschwanz“. Jaaaaah, sagte
er, hat aber auch lange genug gedauert. Er flog in die Höhe und
trillerte mir zu. Du hast jetzt einen Wunsch freiiiiiiiiii.
Ich
überlegte, dachte Reichtum und rief zurück „ Reichtum für alle Menschen
auf dieser Welt“ und ich fügte hinzu „1000 jährigen Frieden“.
Irgendwie schien er mir jetzt leicht verärgert und mit seiner Geduld am
Ende, brummelte etwas vor sich hin, flog noch ein Stückchen höher,
brummelte weiter in seinen Bart hinein, „viel zu kompliziert dieser
Wunsch“. Bevor er dann wegflog warf er einen riesigen Haufen von
Goldtalern hinter mich.
Verwundert sah ich mich um und dachte die Erfüllung meines Wunsches
hätte auch anders aussehen können, aber na ja.
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